Sergej Lukianenko: Wächter des Tages

Der Inhalt:

Die Fortsetzung von „Wächter der Nacht“. Was haben eine Kräuterfrau, die ein wenig nebenher verdient, indem sie ein bisschen zaubert, Alissa, eine Vertreterin der Dunklen, Hexe und Geliebte des Obersten der Moskauer Tagwache, und Igor, der kleine Kinder auf der Krim hütet, gemeinsam? Sie ziehen den Leser in die Handlung von „Wächter des Tages“ hinein und verwickeln ihn in eine immer komplexere Sezierung von „Gut“ und „Böse“, beziehungsweise „Licht“ und „Dunkel“. Es ist ein gefährliches Spiel, das da von den jeweiligen Führern gespielt wird. Und wie im richtigen Leben leiden die Schachfiguren unter den Strategien der Mächtigen am meisten…

Wächter des Tages.

Meine Meinung:

Während bei „Wächter der Nacht“ die Sympatien des Autors und des Lesers eindeutig auf die Seite der Lichten liegen, ist dies in diesem Buch bei Weitem nicht mehr so eindeutig. Der Autor lockt den Leser, der zu wissen glaubt wie es weitergehen müsste, immer wieder in die Falle. Es kommt jedoch ganz anders. Man kann eine leicht melancholische Botschaft erahnen. „Nichts ist wie es scheint!“ und „Zwischen Licht und Dunkel passt eine Menge Grau…“

Normalerweise sind Bücher, die die Handlung fortsetzen, weniger als ihre Vorgänger. In diesem Fall hat man das Gefühl, der Autor hat, á la J. R. R. Tolkiens „Herr der Ringe“, einen ganz großen Plot im Kopf, den er wunderbar in einer in sich geschlossenen Geschichten zu erzählen versteht. Diese Geschichten bestehen wiederum aus kleineren Geschichten und alle gemeinsam ergeben ein Netz, hinter welchem die mögliche Botschaft Lukianenkos hindurch schimmert.

Mein Urteil: LESEN! Und aller Wahrscheinlichkeit wird dies auch für das nächste Buch der Reihe gelten: „Wächter des Zwielichts“. Ich bin jedenfalls sehr gespannt!

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