Astrologie – eine Überlegung

Seit vielen Jahren lese ich, wie jeder medial wahrnehmende Mensch, Horoskope. Und für viele Jahre habe ich manche scheinbare Wahrheit dem zufälligen Zutrefffen oder dem verallgemeinerten Hineininterpretieren zugeschrieben. Aber ich erinnere mich immer noch, dass ich in Jugendjahren ein chinesisches Horoskop über mich (Affe-Ziege, nur für Kenner) in die Hände bekam. Als ich dies las, liefen mir kalte Schauer den Rücken hinab. So unbglaublich viel schien mich in meinem tiefsten, zu beschreiben.

Damals, noch fern jeder Erkenntnis aber voll wilder Ideale und Vorstellungen, nahm ich die enthaltene Wahrheit in mich auf, verschloss sie und brachte sie erst in den letzten Jahren wieder an die Oberfläche meiner Gedanken.
In letzter Zeit wurde ich durch eine neue Freundin, die Astrologin ist, das erste Mal wiedere ernsthaft mit dem Thema konfrontiert. Sie schenkte mir ein persönliches Horoskop.
Ich bin ein dem Skeptizismus zugeneigter Mensch – zu viel wird behauptet und entbehrt jeglicher, vernünftiger Grundlage – aber mit der notwendigen Offenheit habe ich mir angehört, was diese Freundin mir über mich und mein Leben offenbarte.
Und bis heute habe ich ihre Worte wirken lassen. Nun muss das Ergebnis meiner Gedanken zu Papier bringen.
Ich danke, dass die Menschen von jeher feststellten, dass sie unterschiedlich sind. Dass ihr Naturell sich unterscheidet, dass sie unterschiedlich „ticken“. Irgendwelche, in meinen Augen außergewöhnlichen Menschen, haben dann erkannt, dass es ein verbindendes Element zwischen diesen Menschen gibt. Nicht Verwandschaft oder soziale Ähnlichkeit, nein, sondern der Zeitpunkt ihrer Geburt. Sie hielten fest, was die Charaktereigenschaften der Menschen waren. Menschen, die zum Beispiel gegen Ende des Sommers, am Begin des Herbstes geboren wurden, war eine gewisse Zartheit eigen. Und eine gewisse Pedanterie. Andere, in Mitten des Herbstes, zwischen Sommer und Winter geboren, schien eine gewisse Ruhe, aber auch eine Unentschlossenheit eigen. Und wieder andere, in den Schrecken des Winters geboren, waren störrisch, aber zielgerichtet…. Die Reihe läßt sich fortsetzen denke iich.
Je sagenhaften Beobachter und Chronisten suchten nach Ursachen. Und was lag näher, als die Sterne für solch erkennbare Unterschiede heranzuziehen. Denn sie waren außerdem hervorragende Astronome und damit Wissenschaftler in unserem heutigen Verständnis.
Aus der Beobachtung des Himmels und verbunden mit den Attributen der Charaktere, entwickelten sie Archetypen. Den zielgerichteten Schützen, die schwankende Waage, die pedantische Jungfrau, der dominante Löwe, die nicht zu fassenden Fisch,,,
Und zu den Bilden im Kopf fanden sie Bilder in den Sternen. Und sie brachten die Planeten ins Spiel, denn selbst den Wissenschaftlern des Altertums war klar, dass die majästätisch ewig gleich strahlenden Sterne hatten viel weniger Einfluß auf uns, als die Planeten, die, wie wir heute wissen, viel näher sind.
Ich habe mich nie mit Astrologie über das Niveau von Kaffesatzleserei hinaus beschäftigt. Aber nachdem ich diesen Gedanken entwickelt hatte, betrachtete ich die Aussagen meiner Freundin mit anderen, neugierigeren Augen. Ich kann mir nun vorstellen, dass, nein wie Astrologie nicht nur eine scheinbare, sondern eine echte Wissenschaft wurde,
Auf der anderen Seite gebe ich mich keinen Illusionen hin, eine Vielzahl der Astrologen nutzen die Gutgläubigkeit der Menschen, um an deren Geld zu kommen. Dabei spielen sie virtuos mit Halbwissen, Ängsten und falschen Hoffnungen.
Aber es gibt auch andere. wie meine neue Freundin, der ich wohl doch mit noch mehr Aufmerksamkeit auch in Zukunft lauschen werden, Sie wollen niemanden etwas beweisen oder von etwas überzeugen. Solltet ihr also an einen solchen Astrologen geraten, vielleicht solltet ihr ihr oder ihm eine Chance geben.

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